28

Sep

Kleine Gin-Kunde

von Lennart Dahlgrün

Gins

 

In einem unseren aktuellen Sets präsentieren wir Euch drei sehr außergewöhnliche Gins, darunter Spit-Roasted Pineapple Gin und Rhubarb Triangle Gin. Diese werden als Fruit Gins, bzw. Gin-Liköre bezeichnet. Neben den klassischen Botanicals enthalten sie karamellisierte und geröstete Ananas, Zucker und Kirschen. Dennoch strotzt der Rhubarb Triangle Gin immer noch mit potenten 46% Vol., besitzt also einen höheren Alkoholgehalt als viele Dry Gins.
Hier stellen wir einmal die bekanntesten Gin-Gattungen vor und erklären, was sie ausmacht.

 

Genever

WacholderDie „Ursprungsform“ des heutigen Gins. Der Name leitet sich vom niederländischen „jeneverbes“ für Wacholderbeeren ab. Diesen und anderen Botanicals wurden bereits vor Jahrhunderten medizinische Eigenschaften zugesagt. Zudem überdeckten sie geschmacklich die damals sehr schlechte Qualität des Alkohols, in dem sie eingelegt wurden. Das so entstandene Getränk war bei den Patienten so populär, dass es auch außerhalb des Krankenbetts immer mehr getrunken wurde.
 
 

Dry Gin

BrennereiDie am weitesten verbreitete Gattung. Dry Gin besitzt ein dominantes Wacholderaroma, dazu kommen bittere oder zitrusartige Noten. Um die offizielle Bezeichnung Dry Gin zu erhalten, muss eine der Haupt-Botanicals Wacholder sein und es darf kein Zucker hinzu gegeben werden. Erlaubt jedoch sind Farbstoffe, so dass der Gin z.B. blau oder rosasein kann. Der Mindestalkoholgehalt beträgt 37,5% Vol. Die meisten höherwertigen Erzeugnisse haben mind. 42% Vol. Doch es gibt auch Gins mit 57% Vol., diese werden häufig als Navy Strength bezeichnet.
 
 

London Dry Gin

Gin&TonicDer Klassiker unter den Gins. Wie der Name bereits sagt ursprünglich aus London stammend, wird er mittlerweile überall auf der Welt gebrannt. Er ist trocken mit feinwürzigen Aromen und viel Wacholder. Es sind kein Zucker oder Farb- und künstliche Aromastoffe erlaubt und der Mindestalkoholgehalt liegt wie beim Dry Gin bei 37,5% Vol. Alle Botanicals müssen dem Destillierprozess zur gleichen Zeit zugegeben werden. London Dry Gin kann pur genossen werden und ist natürlich auch eine ideale Grundlage für den Gin & Tonic.
 
 

New Western Dry Gin

Winscent Vega Fizz mit Western Dry GinEine moderne Interpretation. Diese Gattung ist erst im 21. Jahrhundert als Adaption des klassischen Dry Gins aufgekommen. Hier spielen nicht Wacholder, sondern andere, oft frische Aromen die Hauptrolle, z.B. Gewürze wie Zitronengras oder Kaffirblätter. Diese Gin-Gattung zeichnet sich durch ihre Ausgewogenheit und Frische aus und ermöglicht ganz neue, leichte Cocktailkreationen. Eines unserer beliebtesten Sets des vergangenen Jahres setzt auf den hervorragenden Bobby’s Schiedram Gin und asiatisch angehauchte Sirups.
 
 

Gin-Likör und insbesonders Sloe Gin

Maezeration für Elephant Sloe GinUnsere heimlichen Lieblinge. Sie haben es uns angetan, obwohl sie aufgrund der Zugabe von Zucker und des geringeren Alkoholgehalts (max. 35% Vol.) offiziell keine Gins, sondern Liköre sind. Gin wird mit unterschiedlichsten Früchte mazeriert und diese geben so ihre charakteristische Farben und Aromen ab. Unser Favorit: Sloe Gin. Für ihn werden frische Schlehen mazeriert und verleihen dem Gin so seinen typischen fruchtigen Geschmack und die charakteristische dunkelrote Färbung.


Der Autor

Lennart Dahlgrün

Lennart ist das neueste Mitglied beim Syndikat. Aufregende, originelle Drinks zu probieren entwickelt sich langsam und stetig zu seiner Leidenschaft neben Rugby und Meditation. Als passionierter Bierliebhaber konnte bisher noch nichts Heiland Doppelbockliqueur vom Podest seiner Lieblingsspirituosen verdrängen.

Kontakt: lennart.dahlgruen@drink-syndikat.de

 

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